Warum es Scernetta gibt
Angefangen hat das aus Neugier. Wir haben selbst mit Tachographen zu tun und wollten verstehen, was eigentlich in der .ddd-Datei steht, die das Downloadgerät ausspuckt, ohne dafür jedes Mal ein fremdes Programm zu brauchen. Also haben wir die öffentliche EU-Spezifikation genommen, die das Dateiformat bis ins letzte Byte beschreibt, und angefangen, einen eigenen Parser zu schreiben.
Dabei sind uns zwei Dinge an den Programmen aufgefallen, die wir bis dahin benutzt hatten. Sie zeigen immer nur die eine Datei, die man gerade geöffnet hat, obwohl ein Download nur ein paar Wochen abdeckt und der Monat davor in einer anderen Datei liegt. Und wenn die Karte eine Zeit lang nicht gesteckt war, rechnen manche für genau diese Zeit Verstöße aus, obwohl es dafür gar keine Daten gibt. Beides fanden wir falsch, und beides haben wir anders gemacht. Scernetta legt alle Downloads eines Fahrers übereinander und zeigt den ganzen Zeitraum, und wo keine Daten sind, steht „nicht bewertbar“.
Irgendwann wurde aus dem Nebenprojekt ein Programm, das andere auch benutzen können, und inzwischen gibt es dazu eine On-Prem-API, die denselben Kern als Container in ein Firmennetzwerk bringt.
Eine Sache war uns von Anfang an wichtig. Kartendaten sind personenbezogen und die Auswertung betrifft Menschen, deshalb läuft alles On-Prem, auf dem Rechner, auf dem die Dateien liegen. Es gibt keinen Server von uns, auf den etwas hochgeladen wird.
Der Name
Scernetta ist ein Kunstwort aus zwei lateinischen Ideen: scindere, „spalten“ oder „zerteilen“, und cernere, „trennen, sichten, unterscheiden, erkennen“. Zusammen beschreiben sie genau das, was die Software tut: komplexe Tachographdaten aufteilen, in sinnvolle Strukturen bringen, interpretieren und aus rohen .ddd-Dateien Informationen machen, die man verstehen und verwenden kann. Die Endung „-etta“ soll dem Namen einen eigenen, einprägsamen Klang geben.
DDD ist das Dateiformat der Tachograph-Downloads, und wer damit arbeitet, kennt die Endung vom Sehen.
Wie wir prüfen
Wir vergleichen Scernetta laufend mit der etablierten Software. Bei der Zeitachse, also der Abfolge der Aktivitäten, liegt die Übereinstimmung bei über 99 %, bei den Arbeitsschichten bei 99,8 %. Die Regelauswertung haben wir außerdem gegen den Gesetzestext selbst geprüft, mit 317 von 318 Prüffällen bestanden, nicht nur gegen andere Programme.
Wo die Programme untereinander abweichen, wissen wir auch nicht, wer recht hat. Deshalb zeigt Scernetta beide Sichten nebeneinander. Bis heute wurden über 4.600 echte Kartendateien fehlerfrei verarbeitet.
Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns einfach, wir antworten selbst und meistens zügig.